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Intravitreale operative Medikamentenapplikation (IVOM) mit antiangiogenetischen Medikamenten:
Bei dieser Behandlung werden Stoffwechselfaktoren in der Netzhaut und Aderhaut die Gefäßneubildungen bzw. Schwellungen fördern, gezielt gehemmt. Hierfür gibt es verschiedene Medikamente. Im Gegensatz zur Lasertherapie ist die Wahrscheinlichkeit höher, eine verbesserte Sehleistung nach erfolgter Therapie zu bekommen. Meist sind jedoch wiederholte Eingriffe notwendig.
Diese Medikamente werden als Injektion in den Glaskörper verabreicht; die Therapie muss in einem Operationsaal durchgeführt werden. -
Depottherapie mit Steroiden:
Hierbei wird ein kleiner Zylinder in den Glaskörper des Auges eingesetzt (Implantat), welches über einem halben Jahr kontinuierlich Steroide produziert. Steroide haben einen sehr potenten schwellungsmindernden Effekt im Bereich der Netzhaut. Dieser Eingriff hat den Vorteil, dass für sechs Monate keine weitere Therapie (im Gegensatz zu den klassischen Glaskörperinjektionen) notwendig ist. Als Nachteil kann bei 10% aller Patienten der Augendruck deutlich steigen und das Fortschreiten eines grauen Stars begünstigt werden.
Diese Therapie muss auch in einem Operationssaal erfolgen. -
Laser:
Bei diesem Verfahren werden zarte Laserherde um das Sehzentrum gesetzt. Diese Herde dienen dazu, das eigene Abwehrsystem des Körpers zu aktivieren, damit Zellen in das Gebiet der Schwellung "herangeholt" werden um diese Schwellung zu verringern bzw. völlig aufzulösen.
In ca. 60% kommt es zu einer Besserung des Sehens, bei ca. 20% kann jedoch die Sehleistung unverändert bleiben.
Manchmal kann auch eine Wiederholung der Behandlung notwendig werden falls noch Reste einer Schwellung bestehen, dies ist aber eher selten.
Bei Gefäßneubildungen ist eine Lasertherapie des betroffenen Netzhautgebiets auch die Therapie der Wahl um den vorhandenen Sauerstoffmangel bzw-bedarf der Netzhaut zu verbessern. -
Chirurgie:
Bei manchen Formen von Gefäßverschlüssen kann eine frühzeitige Operation das Sehen verbessern, allerdings ist dies nur bei spezifischen, ausgewählten Indikationen angezeigt.






